The­ra­pie­hund Ludwig

Therapiehund Ludwig

Der The­ra­pie­hund Lud­wig hat im Juni 2020 sei­ne Aus­bil­dung in der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie gestartet.

Nach zwei­jäh­ri­ger Vor­be­rei­tung wird er in enger Abstim­mung mit der Kran­ken­haus­hy­gie­ne ein­ge­setzt, um im Rah­men der Par­kin­son-Krank­heit bei Gang­stö­run­gen, Fein­mo­to­rik­stö­run­gen oder Depres­sio­nen zu unter­stüt­zen – hier­zu erfolgt nun schritt­wei­se die Aus­bil­dung.
Auch in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie geht von Hun­den kei­ne erhöh­te Infek­ti­ons­ge­fahr aus. Es ist ein aus­führ­li­ches Hygie­nekon­zept vorhanden.

Es han­delt sich bei dem Hund um einen Magyar Vizs­la (Unga­ri­scher Vor­steh­hund). Bei die­ser Ras­se Es han­delt es sich um einen sport­li­chen, mit­tel­gro­ßen Hund. Er ist aus­ge­spro­chen lern­wil­lig. Sei­ne Men­schen­freund­lich­keit, sei­ne Sen­si­bi­li­tät und Anhäng­lich­keit sind Eigen­schaf­ten, die ihn als The­ra­pie­hund qua­li­fi­zie­ren.
Für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit der Par­kin­son-Krank­heit soll Lud­wig bei fol­gen­den Sym­pto­men ein­ge­setzt werden:

  • Gang­stö­rung (Anti-Free­zing-Trai­ning, Schrittlängentraining)
  • Unru­he-/Angst­zu­stän­de im Rah­men von Wirk­fluk­tua­tio­nen der Medi­ka­ti­on (Wahr­neh­mung von Stimmung/Gefühlen durch den Hund, dadurch Ver­mitt­lung von Mit­ge­fühl, Wär­me, Gebor­gen­heit und Sicher­heit. För­de­rung Selbst­wahr­neh­mung, Angst­kom­pen­sa­ti­on durch Strei­cheln des Tie­res, Ablen­kung durch Spiel mit dem Tier)
  • Depres­si­on (stim­mungs­auf­hel­len­de Wir­kung durch Kör­per­kon­takt, gelei­te­tes Spiel mit dem Hund)
  • Demenz (Erin­ne­run­gen an Frü­her wecken, Ruhe stif­tend bei Unru­he­zu­stän­den, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­brü­cke schaffen)
  • Apa­thie (antriebs­stei­gen­de Wir­kung, Hil­fe beim Kon­takt zum Hund und ande­ren Men­schen, Ver­mitt­lung Nähe und Wär­me durch Strei­cheln, Spiel mit dem Tier)
  • Fein­mo­to­rik­trai­ning: durch gelei­te­tes Spiel mit dem Hund (z. B. Geschick­lich­keits­spie­le kann die Fein­mo­to­rik des Pati­en­ten spie­le­risch trai­niert werden)

Der Ein­satz des Hun­des wird wis­sen­schaft­lich eng von Herrn Prof. Dr. C. Eggers und sei­nem Team beglei­tet.
Die Aus­bil­dung wird durch die Mensch-Hund-Team-Trai­ne­rin Anke Rochelt von der Hun­de­schu­le Team­work (www.team-work-hundeschule.de) vorgenommen.